Archive for Oktober, 2009

AssFiNET auf der DKM, 28.10.-29.10. in Dortmund

Written by admin on 21. Oktober 2009. Posted in AMS

Wer sich gewundert hat, dass an dieser Stelle in letzter Zeit weniger Neuigkeiten als sonst zu lesen waren, dem liefern wir auf auf unserem DKM-Messestand alle Antworten.

Die größte Neuigkeit:

amsweb

Update 5.11.2009: Aufgrund der Nachfragen – es handelt sich hierbei NICHT um eine neue Oberfläche für die bestehende Windows-Software AMS.4, sondern um etwas ganz neues – ein webbasiertes System, mit dem ein Benutzer ohne Softwareinstallation einfach im Browser arbeiten können. Und zwar auf dem gleichen Datenbestand, auf dem auch mit AMS.4 gearbeitet wird. AMS.4 wird also nicht ersetzt, sondern ergänzt.  Fortgeschrittene Aufgaben wie Provisionskontrolle und statistische Auswertungen sind weiterhin nur mit der Windows-Software AMS.4 möglich.

Konzernabrechnung und Prämienzahler

Written by admin on 12. Oktober 2009. Posted in AMS

Der Versicherungsvertrag kennt viele Beteiligte – Unternehmen und Privatpersonen, die in unterschiedlichen Rollen am Vertrag mitwirken können: Versicherer, Versicherungsnehmer, Versicherte Person, Vermittler, Untervermittler, Bezugsberechtigte, Beitragszahler, …

    Für den Softwareentwickler im Versicherungsbereich hält die reale Welt dabei gelegentlich Gemeinheiten bereit. Ein einfaches Gemüt könnte denken, mit einer beteiligten Person oder Firma pro Rolle wäre ein Versicherungsvertrag schon ausreichend beschrieben (schauen Sie mal in ein paar einfach gestrickte Maklerverwaltungsprogramme!). In der Realität gibt es aber häufig mehrere Beteiligte pro Rolle:

    • Mehrere Versicherer decken einen Vertrag als Konsortium mit festen oder variablen Anteilen – Beteiligungsgeschäft.
    • Mehrere Personen sind in Gruppenverträgen eingeschlossen.
    • Mehrere Vermittler teilen sich die Courtage.
    • Die Provision wird in auf Innen- und Außendienstmitarbeiter verteilt oder in einer Hierarchie abgerechnet.
    • Für unterschiedliche Versicherungsfälle können unterschiedliche Bezugsberechtige eingesetzt werden.
    • Und zu guter letzt kann es auch mehrere Beitragszahler in einem Vertrag geben.

    Bis auf die mehreren Beitragszahler konnte man das alles bisher schon in AMS.4 verwalten. Und auch für den letzten Fall gibt es nun eine Lösung. Hintergrund: Wenn Unternehmensgruppen versichert werden, erstreckt sich der in einem Mantelvertrag vereinbarte Schutz häufig auch auf Konzernunternehmen. Die Konzernunternehmen zahlen hierfür anteilig Prämien. Es gibt also zwei Eigenschaften der Unternehmen, die in der Verwaltungssoftware abgebildet werden müssen:

    1. Sie sind mitversichert: Die Unternehmen werden als Referenzen mit der Rolle „Mitversichertes Unternehmen“ bei den Verträgen hinterlegt, in denen sie eingeschlossen sind. Damit kann für jedes Unternehmen eine Liste erzeugt werden, in welchen Sparten Versicherungsschutz besteht.
    2. Sie zahlen Prämien: Hierfür gibt es ab AMS.4 Version 4.2 die neue Funktion „Prämienzahler“. Damit ist nun auch die Abrechnung und statistische Auswertung in der Konzernabrechnung möglich.

    Mit der Funktion „Prämienzahler“ können z.B. konzernverbundene Maklerunternehmen die Umverteilung der Prämien automatisieren. Dazu müssen nur die jeweiligen Unternehmen mit ihren Anteilen am Vertrag hinterlegt werden – als VN gilt weiterhin das Unternehmen, auf das der Versicherungsschein ausgestellt ist.

    Beim Inkasso der Vertragsprämien durch den Makler werden nun alle fälligen Prämien auf die Prämienzahler aufgespalten und einzelne Rechnungen erzeugt, die natürlich separat auf Zahlungseingang überwacht werden.

    Um auch im Bereich der Schadenquoten die mitversicherten Unternehmen im Blick zu behalten, gibt es auch eine neue Auswertungsmöglichkeit nach Prämienzahler. Wenn die angefallenen Schäden vorher den jeweiligen Prämienzahlern zugeordnet wurden, kann hier für jedes Unternehmen die Schadensumme ins Verhältnis zu den anteiligen Prämien gesetzt werden.

    Wer sich für die Details des Verfahrens interessiert, dem beantworten wir gerne Fragen und können auch  gerne die Hilfeseiten zu dem neuen Thema zur Verfügung stellen.

    Buchung von Courtagen – umgekehrtes Verfahren

    Written by admin on 5. Oktober 2009. Posted in AMS

    Vor kurzem haben wir für einen AMS-Anwender eine neue Variante für die Abrechnung von Courtagen zwischen Versicherer und Makler realisiert. Gelegenheit für eine kurze Bestandsaufnahme in Sachen Courtage-/Provisionskontrolle, und eine Gegenüberstellung der Verfahren.

    Der Normalfall

    Wenn der Versicherer Vertragsprämien kassiert, ist das Leben für den Vermittler der Verträge normalerweise relativ leicht. Der Versicherer sendet dann regelmäßig seine Courtageabrechnung (auch Bordero oder Bordereau genannt) und listet dort alle kassierten Prämien im Abrechnungszeitraum auf, zusammen mit den darauf entfallenden Courtagen.

    Der Vermittler kann sich dann entscheiden, die Abrechnung des Versicherers für wahr und richtig zu halten. Oder er ist misstrauisch und prüft nach. Dazu muss er natürlich selber die abzurechnenden Verträge kennen (dazu eignen sich Bestandsführungssysteme wie AMS.4). Anhand der Verträge kann er ausrechnen, zu welchen Zeitpunkten welche Courtagen fällig gewesen wären (dazu benötigt man mindestens Zahlweise, Ablaufdatum und Prämie).  Aus der Liste der eigentlich fälligen Courtagen können nun die vom Versicherer abgerechneten Courtagen herausgebucht werden werden (das leistet die Provisionskontrolle in AMS.4). Nach der Buchung der korrekt bezahlten Courtagen sind die Beträge in der Buchhaltung und stehen auch für statistische Auswertungen zur Verfügung. Es bleiben die Differenzen übrig:

    • Courtagen, die vom Versicherer vergessen wurden – Folge- ebenso wie Abschlusscourtagen oder Courtagen aus Vertragserhöhungen oder Dynamik.
    • Courtagen, die falsch berechnet wurden (Unter- oder Überzahlung).
    • Ganz selten soll es auch vorgekommen sein, dass überzählige Courtagen gezahlt wurde – etwa weil Vermittlernummern falsch geschlüsselt wurden.

    Es bleibt dann nur noch die Aufgabe, dem Versicherer die Fehler mitzuteilen (z.B. ein Ausdruck aus der Provisionskontrolle in AMS.4) und dann auf der nächsten Abrechnung zu kontrollieren, ob die Differenzen ausgeglichen wurden.

    Ein angenehmer Nebeneffekt des Verfahrens ist, dass die Courtagen erst bei Bezahlung durch den Versicherer in der eigenen Buchhaltung auftauchen. Es gilt dabei das Prinzip: Was gebucht wird, ist schon bezahlt. Und solange es nicht bezahlt ist, muss ich mit damit nicht befassen.

    provisionskontrolle_normal

    Der umgekehrte Rechnungslauf

    Wenn der Makler in die Bestandsführung eingebunden ist, kann ein anderes Verfahren mit dem Versicherer verabredet werden. Hierbei sendet der Makler dem Versicherer regelmäßig eine Liste der Vertragsfälligkeiten. Die Abrechnung, die der Versicherer macht,  läuft also sozusagen in umgekehrter Richtung. Dabei muss der Versicherer prüfen, welche Fälligkeiten kassiert wurden und welche Courtagen daher bezahlt werden müssen – oder die Fälligkeiten überhaupt erst nach Vorgabe des Maklers kassieren! Etwaige Fehler in der Bestandsführung des Makler muss der Versicherer dem Makler dabei natürlich auch melden.

    Bezahlt werden die Courtagen dann vom Versicherer zu einem fast beliebigen späteren Zeitpunkt. Der Makler muss somit nachhalten, welche Courtagen aus früheren Listen bereits bezahlt wurden und welche noch offen sind. Zweckmäßigerweise sendet der Makler dem Versicherer die Liste der noch offenen Courtagen bei der jeder Abrechnung, zusammen mit den neu hinzugekommenen Fälligkeiten.

    provisionskontrolle_umgekehrt

    Für dieses Verfahren muss die Software einige neue Dinge leisten:

    • Die Courtagen müssen direkt bei Fälligkeit gebucht werden, damit sie in der Buchhaltung auftauchen und als „offen“ nachgehalten werden können (das geht in AMS.4 über die normale Provisionskontrolle).
    • Es muss eine Liste von offenen Courtagen für einen Versicherer erstellt werden können (das geht in der Provisionskontrolle oder über einen neuen Menüpunkt „Gebuchte Provisionen“).
    • Gebuchte Courtagen müssen nachträglich korrigiert werden können – obwohl sie schon gebucht wurden (dazu mussten wir uns etwas einfallen lassen)
    • Courtagen müssen einzeln als „bezahlt“ ausgebucht werden können (in der Provisionskontrolle wurde bisher immer davon ausgegangen, dass Positionen in der Abrechnungsliste des Versicherers auch bezahlt wurden – auch hier war also neue Funktionalität gefragt).

    Aber mit wenigen Anpassungen ist auch dieses Verfahren nun in AMS.4 abbildbar. Die Frage ist jetzt: wer arbeitet so oder ähnlich und benötigt die beschriebenen Funktionen?