Archive for Februar, 2008

eVB – Elektronische Versicherungsbestätigung – wie geht es weiter?

Written by admin on 27. Februar 2008. Posted in Versicherungswirtschaft

Nachdem ich im August 2007 – vor immerhin 8 Monaten – schonmal zu dem Thema geschrieben hatte, ist es jetzt Zeit für ein Update.

Was ist in der Zwischenzeit geschehen?

  1. Die wesentlichen Versicherer haben bekanntgegeben, wie sie die eVB-Bereitstellung handhaben werden. Zu den möglichen Bereitstellungswegen gehören:
    – Online über das Makler-Extranet der Gesellschaft
    – In der Tarifierungssoftware der Gesellschaft (setzt normalerweise ebenfalls Online-Verbindung voraus)
    – Über standardisierte Schnittstellen (z.B. BiPRO: Continentale, Nürnberger, VHV, Gothaer, Volkswohlbund, Janitor)
    – Über Dienstleister (s.u.)
  2. Die Vergleichs-Programmhersteller sind als erste gefordert, bei Berechnung von KFZ-Angeboten die eVB zu liefern. Daher informieren z.B. NAFI und Trixi regelmäßig über den Stand ihrer Schnittstellenumsetzung – derzeit scheinen dort 15-20 Gesellschaften angebunden zu sein.
  3. Auch über weitere Dienstleister ist vereinzelt der eVB-Abruf möglich. So können Versicherer den Direktabruf von eVB durch Makler direkt bei der Zentralen Stelle der GDV-DL gestatten, und auch bei Indatex wird für einige Gesellschaften der eVB-Abruf angeboten.

Es haben sich also allerhand Wege ergeben, über welche die eVB-Beauftragung laufen kann. Aber über welche Wege werden in der Praxis die eVB beauftragt werden?

Meine Meinung: Eine eVB ist an einen Versicherer gebunden. Vor der Herausgabe einer eVB steht also immer die Entscheidung, welcher Versicherer die Deckung übernehmen soll. Dies setzt wiederum in den meisten Fällen die Berechnung eines Angebots voraus. Dort, wo Angebote berechnet werden (in Angebotssoftware von Gesellschaften und in Vergleichsprogrammen) gibt es auch Möglichkeiten zum Abruf einer eVB. Also muss in Verwaltungsprogramm wie AMS nicht unbedingt über eigene Möglichkeiten zum eVB-Abruf verfügen. Aber keine Regel ohne Ausnahme – und so gibt es auch hier Fälle, in denen die vorhandenen Verfahren zum Abruf einer eVB nicht tauglich sind.

Beispiel:

  • Bei Zusammenarbeit mit wenigen Versicherern ist die Nutzung von Vergleichssoftware entbehrlich – hier wird man sich eher an die Extranets/Portale und Angebotssysteme der Versicherer halten, in denen auch eVBs abgerufen werden können. Gibt es im Maklerbüro viele Mitarbeiter, wird es allerdings zunehmend schwieriger, die Berechtigungen für VU-Extranets bzw. die Installation von Angebotsprogrammen zu verwalten.
  • Bei Stückprämienmodellen ist keine Angebotsberechnung möglich, da die Prämie schon vorher bekannt ist. Hier würde man sich einen Weg zum eVB-Abruf wünschen, der nicht in Angebots- oder Vergleichssysteme integriert ist.

Gibt es weitere Fälle, in denen es nötig wäre, über in AMS integrierte Schnittstellen zum eVB-Abruf zu verfügen? Helfen Sie mir – kommentieren Sie diesen Artikel und liefern Sie mir Gründe, warum Sie unbedingt eine eVB-Schnittstelle brauchen.

P.S.: Das nächste AMS.4-Release bietet schon einige Erleichterung für eVB-Abruf über VU-Portale: bei der Verwendung von Versicherer-Extranets/Portalen werden die Anmeldedaten (Benutzernamen/Passwörter) für die verschiedenen Versicherer auf Wunsch in AMS gespeichert und beim Einstieg in das Extranet vorbelegt!

Updates installieren in AMS.4

Written by admin on 13. Februar 2008. Posted in AMS

Nachdem ich hier schon auf das generelle Unbehagen bei Update-Installationen angespielt hatte (und Microsoft am heutigen „Patch-Day“ mal wieder eine zweistellige Anzahl von Patches für die Windows-Betriebssystem zur Verfügung gestellt hat – aber das ist ein anderes Thema), will hier hier noch etwas weiter ins Detail gehen – und erläutern, was passiert, wenn in AMS.4 ein Update installiert wird.

Grundlagen

Im AMS-Programmverzeichnis gibt eine Reihe von Programmdateien (an erster Stelle die AmsWin.exe, aber auch eine ganze Reihe weiterer Dateien), die alle benötigt werden, um AMS zu starten. Da alle Programmdateien miteinander zusammenhängen, müssen sie immer die gleiche Versionsnummer haben – bei Installation eines Updates müssen also immer Dateien gleichzeitig aktualisiert werden. Hat auch nur eine Datei eine falsche Version, so lässt sich AMS in aller Regel nicht mehr starten (Fehlermeldung „Prozedureinsprungpunkt nicht gefunden“).

Das ist alles grundsätzlich nicht problematisch, denn beim Herunterladen eines Update kommen immer alle benötigten Dateien in der richtigen Version mit. Interessant wird es dann, wenn die Dateien aus dem Update ausgepackt werden. Es ist nämlich im Windows-Betriebssystem eine unumstößliche Tatsache, dass die Programmdateien von laufenden Programmen nicht ausgetauscht werden können. Das heißt, solange AMS gestartet ist, können die Dateien AmsWin.exe etc. nicht mit den neueren Versionen aus dem Update überschrieben werden. AMS selbst und alle begleitenden Bestandteile (z.B. die AMS-Datenbankadministration und der AMS-Dienst zur Ausführung von geplanten Aufgaben – Filialabgleich und Bestandsdatenportal) müssen beendet sein, damit das Update eingespielt werden kann.

Innovative Nutzung von AMS mit Tobit David

Written by admin on 1. Februar 2008. Posted in AMS

Hin und wieder berichten uns AMS-Anwender über interessante Anwendungsfälle, die sie durch Verbindung von AMS mit anderer Software – hier Tobit David – abbilden konnten. Diese Informationen gebe ich gerne weiter, damit auch andere Maklerbüros davon profitieren können:

1. Archivierung von ausgehenden Faxen und Fax-Serienbriefen

Brigitte Wutschke von W+P Versicherungsmakler schrieb:

ich habe gerade festgestellt das es möglich ist, TIF-Dateien aus David, über den gleichen Weg wie E-Mails ins AMS zu importieren. Der Serienbrief aus AMS lässt sich tatsächlich mittels der Variablen automatisch archivieren. Warum halten Sie damit hinter dem Berg?
Das ist doch einfach „Klasse“!
Einziger kleiner Schönheitsfehler ist, dass die TIF-Dateien nach dem Import, im David nicht in den Ablageordner gelegt werden. Das ist aber wirklich eine Kleinigkeit.

Wie funktioniert das?

  • Über eine Variable kann von AMS aus ein Betreff an David übergeben werden. Dazu muss ein entsprechender Text in die Word-Vorlagen für AMS-Briefe eingebaut werden, mit dem die von AMS später zur Archivierung verwendete „Trackingnummer“ gesetzt wird. Verwenden Sie
    • für Briefe zu Verträgen:
      @@BETREFF [Chr(91) +"VERTRAG/"+(VERTRAG->AMSIDNR)+Chr(93)]@@
    • für Briefe an Kunden:
      @@BETREFF [Chr(91) +"KUNDE/"+(KUNDE->AMSIDNR)+Chr(93)]@@
    • für Briefe zu Schäden:
      @@BETREFF [Chr(91) +"SCHADEN/"+(SCHADEN->AMSIDNR)+Chr(93)]@@
    • für Briefe an Gesellschaften:
      @@BETREFF [Chr(91) +"GESELL/"+(GESELL->AMSIDNR)+Chr(93)]@@
    • für Briefe an Vermittler:
      @@BETREFF [Chr(91) +"VERMIT/"+(VERMIT->AMSIDNR)+Chr(93)] @@

    Welche Variante verwendet wird, hängt davon ab, wo das Fax später archiviert werden soll – beim Vertrag, Kunden, Schaden, oder bei Gesellschaft, Vermittler.

  • Nun werden die Briefe/Serienbriefe geschrieben (AMS füllt hierbei den @@BETREFF-Text aus, so dass im fertigen Brief z.B. steht „@@BETREFF [VERTRAG/012345678912345]@@). Danach läuft der Faxversand in David wie üblich durch.
  • Nun sollen die versandten Faxe über die AMS-Mailarchivierung eingelesen werden. Dazu muss vorher schon in AMS die Mailarchivierung aus David eingerichtet worden sein (Auswahl eines „Archivierungsordners“ in David, aus dem AMS die Einträge einliest). Wenn nun die versendeten Faxe in den Archivierungsordner verschoben werden, kann AMS sie anschließend einlesen (Dokumenteneingang -> E-Mail Schnitttelle -> E-Mail importieren).
  • Das war es auch schon: AMS liest nun die einzelnen Faxe ein und schaut dabei in den Betreff, um eine Archivierungsmöglichkeit zu finden. Dabei wird die Trackingnummer gefunden, die vorher im Formular gesetzt wurde und jeweils eine eindeutige Nummer für den betreffenden Kunden/Vertrag/… enthält. Somit weiß AMS, wo das Fax zu archivieren ist – der entsprechende Archivierungsvorschlag wird gesetzt und man kann die Faxe mit jeweils einem Mausklick ablegen.

Vielen Dank an die Erfinderin dieser innovativen Methode. Es würde mich freuen, wenn weitere AMS-Anwender das ausprobieren und mir ihre Erfahrungen schildern würden.

2. Zugriff auf AMS-Adressen direkt aus David

Hubertus Rehbaum schrieb:

Da sie ja auch mit AMS4 Tobit David (z.B. in der Synchronisation von Terminen) unterstützen, wollte ich mich erkundigen, ob Sie auch Erfahrungen im Zugriff auf die Datenbanken vom InfoCenter aus haben. Über ODBC lässt sich auch über Tobit auf die Firebird-Datenbank zugreifen und z.B. die Kundendatenbank in die Adressen integrieren. Dies habe ich mit einem gesicherten Datenbestand ausprobiert und war von der Funktion sehr überzeugt. Man hat alle seine Kunden in seine Kommunikationsanwendung und kann sich somit eine doppelte Verwaltung der Adressen ersparen. Aus Sicherheitsgründen habe ich den Zugriff auf Lesezugriff begrenzt. Die notwendige Konfiguration habe ich hieraus abgeleitet:
http://rss.tobit.com/VideoCast.asp?castident={13811267-8CF8-442B-A483-3E28EAC1F196}

Das ist sicher eine sehr praktische Sache. Es ist aber ein wenig Vorsicht geboten, und daher möchte ich einie Worte der Warnung sprechen (auch im Auftrag meiner Kollegen vom Support, die im Falle von Datenbankproblemen nicht helfen können, wenn die Probleme solchen direkten Datenbankschnittstellen herrühren):

  • Erlauben Sie keinesfalls Schreibzugriffe auf eine AMS-Datenbank aus einer Fremdsoftware heraus. Damit setzen Sie sich über eine Vielzahl von Automatismen und Sicherheitsmaßnahmen in AMS hinweg, die die Integrität der Datenbank sichern – mittel- und langfristig werden damit immer gravierende Schäden ausgelöst, die später praktisch nicht mehr zu korrigieren sind. „You have been warned!“
  • Auch Lesezugriff können heikel sein, je nachdem was für einen Datenbanktreiber Sie verwenden. Um sicher zu gehen, richten Sie die Datenbankschnittstelle auf einer Sicherheitskopie der AMS-Datenbank ein, die dann regelmäßig aktualisiert werden sollte. So sind keine Schäden an der Produktiv-Datenbank zu befürchten.
  • Unsere Mitarbeiter im Support sind zwar wahre Monumente des Wissens, der Hilfsbereitschaft und der Technikkompetenz. Trotzdem gibt es Dinge, bei denen sie nicht helfen können. Zum Beispiel technische aufwendige Schnittstellen wie die hier beschriebene, die jedes Mal anders eingerichtet werden müssen. Bitte lösen Sie auftretende Probleme mit Ihrem Systembetreuer – er kennt Ihr Netzwerk und Ihre Programme besser als wir.