Archive for November, 2007

AMS unter Vista – Einstellung bei Aufruf über Netzwerk

Written by admin on 29. November 2007. Posted in AMS

Einem Kommentar von Jan Gieselmann haben wir es zu verdanken, dass man jetzt im älteren Blog-Artikel Windows Vista und AMS.4 nachlesen kann, wie Darstellungsprobleme von AMS.4 unter Windows Vista bei Aufruf im Netzwerk in den Griff zu bekommen sind, auch ohne das ganze Layout von Windows Vista in das „alte“ Design umschalten zu müssen. Herzlichen Dank hierfür.

Noch eine Anmerkung von meiner Seite hierzu: Die bestehenden Probleme mit Windows Vista beschränken sich ausschließlich auf Darstellungsprobleme von Feldbeschriftungen. Nach der Umstellung unserer Entwicklungsumgebung wird das nächste größere AMS.4-Update dieses Problem beheben – dann läuft AMS.4 auch ganz normal im Vista-Design.

Suche von Verträgen beim GDV-Import und Berechnung von Übereinstimmung

Written by admin on 28. November 2007. Posted in AMS

Wenn in AMS GDV-Daten importiert werden, muss zunächst für jeden Vertrag festgestellt werden, ob es diesen Vertrag bereits im AMS-Datenbestand gibt. Dazu durchsucht AMS die bestehenden Verträge nach unterschiedlichen Kriterien und bewertet anschließend den Übereinstimmungsgrad der gefunden potentiellen „Ziel“-Verträge. Das gleiche Verfahren wird übrigens auch verwendet, wenn con:center-Datensätze nach AMS importiert werden.

Da uns ab und an Fragen zur Verfahrensweise bei der Suche von Verträge und der Berechnung der Übereinstimmungsgrade erreichen, möchte ich hier kurz schildern, wie AMS aktuell (im Release 3.0.3) arbeitet:

  • Beim con:center-Import wird zunächst eine eventuell vorhandene feste Verbindung des Datensatzes zu einem Vertrag über ID-Nummer geprüft – bei GDV-Import existiert so etwas nicht.
  • Dann werden Verträge gesucht, die der gesuchten Gesellschaft zugeordnet sind (GDV-VU-Nummer) und die in der Vertragsnummer übereinstimmen. Sonderzeichen in der Vertragsnummer (z.B. Schrägstriche oder Leerzeichen) werden ignoriert. Der Überstimmungsgrad wird anschließend über bis zu 7 Kriterien berechnet: Gesellschaft, VU-Nummer, Vertragsnummer, Name des Kunden, Straße des Kunden, PLZ des Kunden, KFZ-Kennzeichen (wenn vorhanden). Jedes der 7 Kriterien macht, wenn es existiert, ein Siebtel des Übereinstimmungsgrads aus. Wenn als 6 von 7 Kriterien übereinstimmen, ergibt sich ein Übereinstimmungsgrad von 6/7 = ca. 85%. Bei Nicht-KFZ-Verträgen gibt es nur 6 Kriterien, d.h. Übereinstimmung in 5 von 6 Kriterien ergäbe hier ca. 83%.
  • Bei KFZ-Verträgen wird anschließend über KFZ-Kennzeichen gesucht, d.h. AMS-Verträge der Sparte „KFZ“, deren KFZ-Kennzeichen mit dem gesuchten Kennzeichen übereinstimmt. Zur Berechnung des Übereinstimmungsgrads werden die folgenden Daten herangezogen: KFZ-Kennzeichen, Name des Kunden, Versicherungsscheinnummer, Gesellschaft. Das Berechnungsverfahren ist wie oben.
  • Nun werden Verträge über den Kunden gesucht – zunächst wird der Kunde selbst gesucht (über Kundenname, Straße, PLZ), und in den Verträgen des Kunden werden diejenigen Verträge herausgesucht, die der gesuchten Sparte entsprechen. Beim GDV-Import werden, wenn die Option „Verträge anderer Gesellschaften nicht überschreiben“ aktiviert ist, nur Verträge, die bereits der gesuchten Gesellschaft gehören, berücksichtigt. Für passende Verträge wird nun die Übereinstimmung berechnet – über Kundenname, Straße, PLZ, Versicherungsscheinnummer. Diese 4 Kriterien werden jeweils als Fünftel gewichtet – d.h. selbst bei 4 übereinstimmenden Kriterien kann maximal ein Übereinstimmungsgrad von 80% erreicht werden. Damit wird die Suche über Kunden als weniger genau eingestuft als die anderen Suchverfahren. Wenn beim GDV-Import die Option „Verträge anderer Gesellschaften nicht überschreiben“ nicht aktiviert war, wird anschließend die Übereinstimmung der Gesellschaft noch eingerechnet – dabei zählt die Gesellschaft doppelt, d.h. bei passender Gesellschaft kann maximal 6/7 (85%) erreicht werden, bei nicht passender Gesellschaft maximal 4/7 (57%).

Warum werden in den Übereinstimmungsgrad nur so wenige Felder eingerechnet? Das hat einen Grund – und zwar kann sich beim Import von GDV-Daten durchaus praktisch der gesamte Vertragsinhalt von einem Jahr aufs andere geändert haben, z.B. bei einem Fahrzeugwechsel in einem KFZ-Vertrag. In diesem Fall wären Kunde, Gesellschaft, Sparte und VS-Nr zwar noch gleich, fast alle anderen Daten hätten sich aber geändert. Würden diese Felder in die Übereinstimmung eingerechnet, ergäbe sich für solche Verträge ein sehr kleiner Übereinstimmungsgrad. Wichtig ist beim Import aber eigentlich, dass die richtigen Verträge gefunden werden (Identifizierungsmerkmale), nicht dass die Verträge unverändert sind (sonst könnte man sich den GDV-Import ja sparen).

Versand von E-Mail aus Outlook – Anhang „winmail.dat“

Written by admin on 27. November 2007. Posted in AMS

Vereinzelt wird seit dem Update von AMS auf Version 3.0 von Anwendern gemeldet, dass Outlook ihren E-Mail-Partnern statt der eigentlich gewünschten Anhänge einen Anhang „winmail.dat“ schickt, den diese nicht lesen können. Aber was hat AMS mit dem Format zu tun, in dem Outlook Dateianhänge schickt?

Die „winmail.dat“ ist seit Jahren eine Plage im E-Mail-Verkehr, da sie im Microsoft-spezifischen Format „MS-TNEF“ aufgebaut ist und von anderen Mailprogrammen nicht interpretiert werden kann. Das Format geht auf die ersten Versionen von Microsoft Outlook / Exchange zurück und sollte eigentlich nur für den Mailverkehr zwischen Outlook-Empfängern verwendet werden – für Mails an „Internetempfänger“ (tatsächlich – Outlook differenziert in völliger Weltfremdheit noch zwischen Exchange-Empfängern und Internet-Empfängern) sollte auch keinen Fall das Rich-Text/MS-TNEF-Format verwendet werden.

Der Zusammenhang mit dem AMS-Update ist nun folgender:

  • Laut Artikel in der Microsoft Knowledge Base hängt der Versand der winmail.dat vom in Outlook verwendeten Mailformat – Rich text oder Plain text – ab (im Artikel steht auch, wie dies eingestellt werden kann).
  • Das verwendete Format (Rich text / plain text) wiederum hängt von der Form der Mailadresse des Empfängers ab – wird die Adresse in der Form „smtp:irgendwer@irgendwo“ geliefert, gibt es Rich Text, sonst normalen Text.
  • Nun müssen wir nach Outlook-Versionen unterscheiden. Wird Outlook 97/2000 von einem anderen Programm (z.B. AMS) gebeten, eine E-Mail zu starten, so muss die Mailadresse zwingend wie oben mit dem Zusatz „smtp:“ geliefert werden, sonst nimmt Outlook einen Exchange-Empfänger an und die Mail kann nicht ausgeliefert werden (ab Outlook 2003 ist das „smtp:“ nicht mehr nötig). AMS setzt daher beim Aufruf von Outlook über die MAPI-Schnittstelle immer das „smtp:“ vor die Mailadresse.
  • Es gibt zwei verschiedene technische Möglichkeiten, unter Windows das installierte Mailprogramm zu starten: Entweder über die Windows-Shell (probieren Sie mal, im Windows-Startmenü unter „Ausführen“ einzutippen: „mailto:irgendwer@irgendwo.de“) oder über Aufruf der MAPI-Schnittstelle.
  • Vor dem letzten AMS-Update wurde bei Klick auf die kleinen Mailsymbole neben Eingabefeldern für Mailadressen immer die Methode über die Windows-Shell verwendet. Dadurch wurde immer die Mailadresse ohne „smtp:“ übergeben – Outlook ist beim Aufruf über die Windows-Shell schlau genug, nicht direkt einen Exchange-Empfänger zu vermuten, sondern einen Internet-Empfänger – und verwendet direkt das Plain-Text-Format (ohne winmail.dat).
  • Seit dem letzten AMS-Update wird auch in den Eingabefeldern für Mailadressen MAPI verwendet – daher kommt der Adresszusatz „smtp:“ vor alle Mailadressen – daher setzt Outlook das Rich-Text-Format (siehe oben, Punkt 2) – und daher wird die „winmail.dat“ verschickt .

Wenn all das stimmt, haben wir also offenbar die Wahl: Entweder wir liefern die Mailadressen an Outlook ohne „smtp:“ – dann klappt bei Outlook 97/2000 der Versand nicht, weil ein Exchange-Benutzer angenommen wird. Oder wir liefern die Mailadressen mit „smtp:“ – dann haben wir das inkompatible Format für Anhänge und die „winmail.dat“.

Meine Gratulation an alle Leser, die sich bis hierher durch den Artikel durchgekämpft haben. Leider muss ich das große Finale schuldig bleiben – ich sehe derzeit keine universelle Lösung, die in allen Szenarien mit allen Outlook-Versionen funktionieren würde. Ich kann derzeit nur empfehlen, die im Microsoft-Artikel genannten Einstellungsmöglichkeiten zu nutzen, um die Problematik auf jedem Rechner einzeln zu lösen.

Wer ein bessere Lösung weiß, möge sich bitte melden …

Software-Nostalgie

Written by admin on 23. November 2007. Posted in Versicherungswirtschaft

Im Jahre 1981 wurde er vorgestellt, der IBM PC, und exakt so sah er aus, als mein Vater 1983 einen anschaffte und ich als 9-jähriger das erste Mal mit Computern in Berührung kam:

IBM PC

Da es für das zu dem Zeitpunkt neue (und revolutionäre …) Computersystem noch wenig Software gab, gab IBM freundlicherweise einen Softwarekatalog heraus, der einen Überblick über die gesamte für den PC verfügbare Software geben sollte. Dieses epochale Werk mit Stand-Datum 01.101983 steht noch heute in meinem Bücherregal:

IBM Softwarekatalog

Das Werk hat zwei Bände und geschätzt sicher 800-1000 Seiten – es besteht aus zusammengehefteten, mit Schreibmaschine ausgefüllten Softwarefragebögen ohne Seitenzahlen.

Die Suche nach Stichwort „Spiele“ bringt 5 Einträge (darunter „IBM STRATEGY GAMES“ – eine Sammlung von Reversi, Dame und Schiffe versenken) und unter „Versicherungsagentur“ gibt es immerhin 6 Einträge – damals war der Markt offenbar übersichtlicher als heute …

Mit Grünbildschirm und 64 KB (!) Speicher war man schon dabei – und mit Preisen von 8.500 DM bis 475.000 DM (!!) . Für 635,- DM gab es schon eine „Kundenstammverwaltung für das Versicherungswesen“ mit „Übersicht über alle Verträge im Bestand mit Kurzbeschreibung der Verträge“ – allerdings keine Spartendaten. Programmgrenzen: „pro Diskette 700 Kunden“.

Ich habe mal ein wahllos paar Seiten abfotografiert und für „nostalgischen Touch“ auch die leichte Gelbfärbung vom Kunstlicht belassen. Enjoy.

Softwarekatalog 1Softwarekatalog 2Softwarekatalog 3Softwarekatalog 4

Schaubild für Datenflüsse im AMS-Rechnungswesen (ReWe-Neu)

Written by admin on 20. November 2007. Posted in AMS

Dieses (vereinfachte) Schaubild habe ich zusammengebaut, um die Zusammenhänge zwischen den Menüpunkten im Bereich Rechnungswesen zu verdeutlichen – vor allem, um einem unerfahrenen Benutzer zu erklären, warum bestimmte Aktionen (z.B. Provisionskontrolle) zuerst gemacht werden müssen, damit die dort erstellen Buchungen anderswo (z.B. in der Vermittlerabrechnung) einbezogen werden können.

Ist das hilfreich?

ReWe-Neu Schaubild